Die Vermittlung geht weiter

Eine ganze Reihe von Pferden und Equiden haben in der letzten Zeit bei uns Unterschlupf gefunden. Alle stammen aus Beschlagnahmung des Veterinäramtes und suchen nun ein neues, zuverlässiges Zuhause. Inzwischen haben wir uns ein Bild zu jedem einzelnen Tier machen können und glauben, beurteilen zu können, was sie brauchen bzw. welcher Mensch zu ihnen passen könnte.
Deshalb suchen wir verantwortungsvolle Menschen, die sich vorstellen könnten, einem unserer Schützlinge ein lebenslanges Zuhause zu geben.
Natürlich ist die Übernahme an vertragliche Vereinbarungen gebunden, die in erster Linie den Schutz der Tiere beinhaltet und verschenkt werden die Tiere auch nicht.
Das Veterinäramt ist dabei der Vertragspartner, die GTG vermittelt ehrenamtlich.
Die Pferde sind zwischen zwei und zehn Jahren alt und haben somit noch ihr ganzes Leben vor sich. Vom Kaltblut, über bildschöne Spanier bis hin zum bunten Endmaßpony ist für fast jeden Geschmack etwas dabei.
Wenn Sie also auf der Suche nach einem Pferdepartner sind, können Sie sich gerne bei uns melden und unsere Schützlinge unverbindlich kennenlernen.
Um aber vorab schon etwas über die neuen Pferdeeltern zu erfahren, würden wir darum bitten, dass Sie uns eine kleine Bewerbung übersenden. Hierin sollten Sie die Motivation schildern, warum es gerade ein Pferd aus dem Tierschutz sein soll, was für ein Pferd Sie suchen, wie Sie sich ein Leben für das und mit dem Pferd vorstellen, ob Sie bereits über Pferdeerfahrung verfügen oder alles, was Sie uns über sich erzählen möchten! Wir und die Pferde freuen uns auf Ihre Zusendungen unter GTG-AC@T-Online.de.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir öffentlich weder Angaben zu Kosten oder Standort der Tiere machen können.


StädteRegion Aachen: Pressemeldung

GTG vermittelt beschlagnahmte Equiden und Paarhufer - der Verkauf erfolgt durch das Veterinäramt.

Wegen massiver Tierschutzverstöße kommt es leider immer wieder zur zwangsweisen Sicherstellung von Equiden (Einhufer, wie Pferde und Esel oder deren Kreuzungen), Paarhufern und anderen Tieren. Die enteigneten Großtiere wurden bis Ende 2016 im Rahmen von Auktionen versteigert. Nach einem Protest der Tierschützer hat Städteregionsrat Helmut Etschenberg dieses Verfahren in enger Abstimmung mit allen Beteiligten neu geregelt. Die Vermittlung beschlagnahmter Pferde, Esel und Rinder erfolgt künftig mit Hilfe der Gemeinnützigen Tierschutzgesellschaft (GTG). Es ist erklärtes Ziel, dass die Tiere in eine verantwortungsbewusste und artgerechte Umgebung weitervermittelt werden.

Die GTG sucht in diesem Zusammenhang verantwortungsvolle Menschen, die sich vorstellen könnten, einem sichergestellten Pferd/Esel/Pony ein lebenslanges Zuhause zu geben. Natürlich ist die Übernahme an vertragliche Vereinbarungen gebunden. Die Kosten werden für jedes Tier individuell gemeinsam mit dem Veterinäramt festgelegt.
Um aber vorab schon etwas über die neuen Pferdeeltern zu erfahren, wird darum gebeten, dass die Interessenten eine Kurzbewerbung an die GTG-AC@T-Online.de senden. Hierin sollte die Motivation geschildert werden, warum es ein Pferd aus dem Tierschutz sein soll, was für ein Pferd gesucht wird, wie man sich ein Leben für und mit dem Pferd vorstellt, ob man bereits über Pferdeerfahrung verfügen oder alles, was man über sich erzählen möchte! Die GTG und die Pferde freuen sich auf Ihre Zusendung unter GTG-AC@T-Online.de.
Bitte haben Sie Verständnis, dass keine öffentlichen Angaben zu Kosten oder Standort der Tiere gemacht können.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat in diesem Zusammenhang die Geschäftführerin der GTG, Romy Lang zur ehrenamtlichen Beauftragten in Tierschutzfragen ernannt. Bei Ihren Einsätzen für notleidende Equiden ist sie offiziell mit der Entgegennahme von eingezogenen bzw. beschlagnahmten Tieren, deren Transport, Betreuung, Verwahrung und Vermittlung im Einvernehmen mit dem Amtstierarzt beauftragt. Die Verträge werden weiterhin zwischen Käufer und Veterinäramt geschlossen. „Die Tiere sollen mit einem Schutzvertrag und gegen eine angemessene Schutzgebühr vermittelt werden“, erklärt Etschenberg. „Dadurch soll die Vermittlung für die Tiere deutlich stressfreier ablaufen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass die Tiere nicht über Mittelsmänner wieder zu den Menschen gelangen, gegen die ein Tierhalteverbot ausgesprochen wurde.“

Interessenten können sich direkt an die Gemeinnützige Tierschutzgesellschaft wenden. Dort bekommen sie Auskunft darüber, welche Tiere zur Vermittlung anstehen.


Lucky wieder fit!

Hier einige Fotos unseres Schafes, über dessen Schicksal wir berichteten. Nach der Kontrolluntersuchung beim Tierarzt konnte grünes Licht für grüne Wiesen gegeben werden. Lucky´s Bein wurde noch einmal durchleuchtet, um festzustellen, ob der Knochen gut verwachsen war. Während der Narkose wurde gleich die Ohrmarkierung erneuert und danach stolzierte Lucky glücklich wieder zu seinen Artgenossen!


Lucky - 39 Kilo Glück im Unglück

Lucky wurde in einer Schafherde geboren und lebte dort fröhlich mit Mutter und Spielgefährten in einer 300 schafstarken Herde, bis ein Fußgänger mit einem Hund kam, der den Hund nicht an der Leine geführt hatte.

Der Hund scheuchte die Herde auf, die vor Schreck über-, weg- und untereinander gesprungen ist. Lucky brach sich bei diesem Tumult das rechte hintere Bein. Ein Schaf zu behandeln lohnt für einen Schäfer nicht, einem solch verletzten Tier bliebe nur die Schlachtung. Der Fußgänger konnte nicht haftbar gemacht werden, er hat mit seinem Hund schnellstens das Weite gesucht.

 

Anwohner haben das Richtige getan und das Veterinäramt informiert, so dass dieses Unglück für das arme Tier sich noch abwenden ließ. Lucky kam zur GTG, die sich um die Behandlung kümmert und anfallende Kosten übernimmt.

 

Auf Tierarzt Heiko Nores, der wieder einmal seine kostbare Zeit opferte, ist Verlass und so hat Lucky noch einmal Glück gehabt und wird gerne in die GTG Familie aufgenommen.

 


Zeit Danke zu sagen

Arbeit gibt es viel mehr als genug auf dem Hof der GTG und gerade in Bezug auf die tierärztliche Versorgung gilt es, manches Problem vor allem schnell und unkompliziert zu lösen.

Wir möchten uns deshalb an dieser Stelle einmal ausdrücklich für die tolle Zusammenarbeit und die große Hilfe in zahlreichen Situationen bei der Tierarzt Praxis Heiko Nores aus Walheim bedanken.

Herr Nores kennt das Gelände und die Stallungen der GTG schon seit langem, viele Stunden hat er hier bereits verbracht und zahlreiche Tiere aus seinem eigenen Tierschutzverständnis heraus behandelt. Das ist vor allem mehr als anerkennenswert und es ist eines sicher nicht: Selbstverständlich!

Doch mittlerweile sind die Aufgaben der GTG gewachsen, durch die zahlreichen Pferde aus Zwangsenteignung seitens der Stadt, stoßen nicht nur wir an unsere Grenzen. Herr Nores benötigt dringend weitere Unterstützung von Seiten engagierter Kollegen. Gerne stellen wir als Ausgleich für die investierte Arbeitszeit Sachspendenquittungen aus, die Kosten für Impfstoffe oder Medikamente trägt die GTG.

Diese Solidarität für den Tierschutz wird nach außen durch das neue Logo 'Aachener Tierärzte für den Tierschutz' symbolisiert, welches wir gerne an sachkundige Unterstützer weiterreichen.

 


Patenschaft für Bambi

Die GTG freut sich über die neu gewonnene Patin Tanja Büscher. Sie übernimmt die Patenschaft für unser zur Zeit prominentestes Mitglied der GTG Familie: Bambi.

Möchten auch Sie eine Patenschaft übernehmen, sind Sie herzlich dazu eingeladen!


Lokalzeit WDR Bericht vom 3.2.2017

Was passiert mit den Pferden aus der Versteigerung?


16 Pferde brauchen Hilfe!

Wie viele von Ihnen / Euch gegen Ende des letzten Jahres mitbekommen haben, konnte in Aachen die Versteigerung von insgesamt 16 Pferden und 2 Eseln verhindert werden und die Tiere wurden in die Obhut des Tierschutzes übergeben. Die Gemeinnützige Tierschutzgesellschaft  mbH, der Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e.V. und der Tierschutzverein Kreis Aachen e.V. haben sich zum Wohle der Tiere zusammengeschlossen, um sie in ein behütetes Leben zu begleiten.
Aber bis zur Vermittlung ist es noch ein langer Weg…. Manche der Tiere haben sicher nichts Gutes erlebt und vertrauen dem Menschen nicht, andere sind den Umgang mit dem Menschen noch gar nicht gewohnt und stehen uns ebenfalls eher skeptisch gegenüber. Wieder andere haben gesundheitliche Einschränkungen, die eine besondere Umsicht oder Rücksicht erfordern. Nach ein paar Wochen in unserer Obhut ist so viel sicher: Jedes der Tiere ist einzigartig in seinem Wesen und seinen Bedürfnissen.

Wir suchen nun auf diesem Wege Menschen, die Lust haben sich gemeinsam mit uns für diese Tiere zu engagieren. Es braucht einfach Menschen, die bereit sind, ihre kostbare Zeit zu opfern und sich gemeinsam mit uns zu kümmern. Dabei wäre es wichtig, dass besonders die scheuen Tiere zunächst maximal eine bis zwei Bezugspersonen haben, die den Tieren mit liebevollem Umgang zeigen, dass man Menschen auch vertrauen kann. So sollen sie einen partnerschaftlichen Umgang lernen und auf ein Leben gemeinsam mit dem Menschen vorbereitet werden.  Dabei ist es unerlässlich, dass Sie Erfahrung im Umgang mit Tieren haben und in der Lage sind, ihnen die nötige Sicherheit zu geben.
Natürlich gibt es auch Tiere, die dem Menschen zugewandt sind, aber auch sie brauchen einen verlässlichen Partner, der sie betreut und die guten Anlagen mit ihnen weiter ausbaut und festigt.

Sollten dabei wunderbare Verbindungen zwischen Pferd und Mensch entstehen, ist auch eine spätere Übernahme des Schützlings gegen entsprechende vertragliche Vereinbarung und Kostenübernahme natürlich möglich. Hierdurch bietet sich für Interessierte vielleicht die Möglichkeit, seinen Freund auf vier Füßen unverbindlich kennenzulernen und festzustellen, ob man ein Leben lang zu einander passt.
Wir suchen für die Tiere aber auch Paten, die bereit sind, mit uns gemeinsam die immensen Kosten zu tragen und würden uns sehr freuen, wenn wir hier durch tierliebe Menschen Unterstützung finden würden. Eine Patenschaft kann man ganz individuell gestalten, es ist Ihnen freigestellt, ob Sie eine Patenschaft für ein bestimmtes Pferd übernehmen oder eine allgemeine Patenschaft einrichten. Natürlich ist auch die Höhe der Patenschaft jedem selbst überlassen. Aber auch Einzelspenden sind jederzeit willkommen. Sprechen Sie uns gerne an!

Am Ende des Weges soll natürlich die Vermittlung der Pferde in artgerechte Zuhause stehen. Wenn es also Menschen gibt, die sich der Herausforderung stellen möchten, mit einem unserer Schützlinge Seite an Seite durchs Leben zu gehen und zunächst keine gesteigerten Erwartungen an Ausbildungstand und Papiere stellen, können auch diese Menschen sich bereits jetzt bei uns melden.

Für weitere Informationen oder  Fragen steht Ihnen Frau Nicole Kuhn, Vorsitzende Tierschutzverein Kreis Aachen e.V. unter der Telefonnummer 0176-48262230 gerne in der Zeit von Montags bis Samstags zwischen 18 und 20 Uhr zu Verfügung. Wir und die Pferde freuen uns auf Sie!



Aachener Nachrichten vom 13.12.2016
Aachener Nachrichten vom 13.12.2016

Tierschutz statt Hammer


Ein Dankeschön...

Die Aufregung der zurückliegenden Tage haben letztlich zu einem erfolgreichen Ergebnis geführt.
Aachen und die Region haben einen riesigen Schritt in Sachen Pferdeschutz getan und dies ist vor allem Herrn Städte-Regionsrat Etschenberg zu verdanken, der quasi in letzter Sekunde die Auktion der 16 Pferde, Esel und Ponys abgesagt hat. Wir wissen, dass dieser Schritt nicht selbstverständlich war und deshalb verdient er unseren uneingeschränkten Respekt!
Bedanken möchten wir uns auch bei den vielen Unterstützern, die offen ihre Bedenken ausgesprochen und somit den Tieren eine Stimme gegeben haben.
An dieser Stelle möchten wir aber auch eine Lanze brechen für unsere Amtsveterinärinnen, die im Zuge dieser Angelegenheit sehr hart angegangen wurden. Das es in der Vergangenheit Pferdeauktionen gegeben hat, war gängige Praxis in der StädteRegion Aachen und somit nicht ihre Entscheidung. Sie machen Tag für Tag einen wirklich harten Job und sind dabei immer hochmotiviert und engagiert im Sinne der Tiere. Natürlich müssen sie dabei die gesetzlichen Vorgaben beachten und vor diesem Hintergrund, mag das Ergebnis nicht immer ausreichend in den Augen der Tierschützer sein. Trotzdem wissen wir, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun, um betroffenen Tieren zu helfen und dem muss man einfach Respekt zollen.
Die GTG hat die aktuelle Aufgabe übernommen, aber ohne die Unterstützung des Tierschutzvereins Kreis Aachen e.V. und des Tierschutzvereins für die Städteregion Aachen, wäre ein solche Aufgabe nicht zu bewältigen. Eine solche Zusammenarbeit ist enorm wichtig - aber keineswegs selbstverständlich!
Wir werden in Kürze über den Zustand der Tiere berichten.


Weihnachts-Paten gesucht!

Falls Sie der GTG etwas Gutes zum Jahresende tun möchten, haben wir eine hervorragende Idee: Übernehmen Sie eine Patenschaft für eines unserer Tiere! Oder vielleicht möchten Sie eine Patenschaft verschenken? Dann würden Sie gleich zwei Wesen glücklich machen. Eine kurze Mail genügt und wir kümmern uns um alles weitere.

Ansonsten wünschen wir allen Tierfreunden und Unterstützern eine friedvolle Weihnacht und ein gesundes neues Jahr 2017!


Patenschaft für William

Die GTG freut sich über den neu gewonnenen Paten, das Unternehmen Immobilien Friederich GmbH & Co. KG. Sie übernehmen die Patenschaft für den Wallach William, der im Frühjahr 2014 zu uns kam. Wir bedanken uns sehr für diese besondere Unterstützung.

Möchten auch Sie eine Patenschaft übernehmen, sind Sie herzlich dazu eingeladen!



+++ Aufruf für Roulette +++

Von Anfang an:

Im Dezember 2015 erreichte uns ein Hilferuf eines Pferdebesitzers aus Aachen. Er hatte seine Stute am 01.11.2015 per Schutzvertrag als Beisteller an eine augenscheinlich nette Dame zur Gesellschaft ihres Pferdes am hauseigenen Offenstall abgegeben. Trotz vertraglicher Vereinbarungen brach der Kontakt schon kurze Zeit später ab, die Dame war nicht mehr erreichbar und die Stute Roulette spurlos verschwunden. Durch einen Aufruf auf unserer Facebook-Seite meldeten sich innerhalb kurzer Zeit noch weitere Betroffene, deren Pferde auf ähnliche Weise abhanden gekommen waren. Schnell war klar, die Vorgehensweise war immer die selbe. Die Pferdebesitzer meldeten sich allesamt auf eine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen, in der ein Platz im Offenstall angeboten wurde. Nach einem freundlichen Erstkontakt wurden die Pferde an eine vollschlanke blonde Frau, zumeist in Begleitung ihres südländischen Freundes und/oder diversen Kindern abgegeben. Wollte man sich den neuen Stall vor Abgabe ansehen, wurden rührseelige Geschichten erzählt, dass der Umzug der Beisteller möglichst schnell erfolgen musste, da das eigene Pferd derzeit allein am Stall stände und so verwzeifelt sei, dass man hier schnell Abhilfe schaffen müsse. Den neuen Stall könne man ja auch noch später besichtigen… Am Ende stellten sich sämtliche Angaben als gut durchdachte Lüge heraus. Auch vorab zugesandte Fotos vom angeblichen Offenstall waren vermutlich allesamt einfach aus dem Netz geklaut.

 

Fakt ist, alle Pferde wurden direkt im Anschluss an die Übernahme immer an ein und den selben Pferdehändler hier in der Region abgegeben und von dort aus als gesunde Reitpferde zum Teil wiederum über eine uns bekannte Händlerin über ebay Kleinanzeigen weitervermittelt. Fakt ist aber auch, dass alle diese Pferde aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr hätten geritten werden dürfen. Teilweise sind die gesundheitlichen Einschränkungen derart dramatisch, dass ein Ritt auf einem solchen Pferd lebensbedrohliche Unfälle zur Folge haben kann. Dies wird anscheinend jedoch von den beteiligten Personen billigend in Kauf genommen. Auch deshalb ist es umso wichtiger, den Verbleib der Pferde aufzuklären. Wer uns dazu sachdienliche Hinweise geben kann, meldet sich gerne unter 0176-48262230 oder unter info@tierschutz-kreis-aachen.de. Wir versichern, dass wir alle Hinweise vertraulich behandeln. Zwischenzeitlich haben auch diverse Medien schon über den Fall berichtet, leider haben wir jedoch immer noch nicht den entscheidenden Durchbruch bei der Suche erlangen können.

 

Nun zu den Pferden im Einzelnen:

 

Roulette

 

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Bei Roulette handelt es sich um eine Rheinländer-Stute, geb. 2004, Stockmaß 1,70m, dunkelbraun ohne besondere Abzeichen, Rheinländerbrand Nr. 87

Wie im Eingangstext bereits erwähnt wurde die Stute am 01.11.2015 durch ihre Besitzer per Schutzvertrag vermittelt. Durch unsere Recherchen wissen wir inzwischen sicher, dass die Stute umgehend an den uns bekannten Händler abgegeben wurde. Interessant ist auch, dass dieser die Stute schon einen Tag vor der Abholung einer weiteren dubiosen Händler-Kollegin per WhatsApp zum Kauf angeboten hat, was ein Indiz dafür ist, dass er die Stute schon erwartete. Leider verliert sich ab diesem Zeitpunkt die Spur von Roulette. Die Besitzer haben zwischenzeitlich zwar alle möglichen rechtlichen Schritte eingeleitet, jedoch mahlen die Mühlen der Justiz bekanntlich langsam… :-( Auch deshalb haben die Besitzer derzeit eine Belohnung in Höhe von 1000 € ausgesetzt für denejnigen, der den entscheidenden Hinweis zum lebenden Auffinden der Stute geben kann.

 

 

Papatja M

 

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Papatja M ist eine Westfalen-Stute, geb. 2001, Stockmaß 1,67 m, besondere Merkmale kleine Flocke auf der Stirn, hinten 2 mal weiß gefesselt, vorne ein Kronrand weiß und die Unterlippe komplett rosa, Westfalenbrand mit der Nummer 95.

 

Papatja wurde bereits im Juni 2015 an die beschriebene Frau abgegeben. Die Stute ist schwer herzkrank und somit unter keinen Umständen als Reitpferd geeignet. Ob auch Papatja den Weg über die uns bekannten Händler genommen hat, können wir leider nicht mehr wirklich nachvollziehen. Da aber alle uns bekannten Fälle große Ähnlichkeit in der Vorgehensweise aufweisen, gehen wir davon aus. Leider haben wir in diesem Fall bisher kaum verwertbare Hinweise bekommen.

 

Barry Nita

 

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Barry Nita ist ein Wallach der Rasse KWPN, geb. 2006, Stockmaß 1,73, besondere Merkmale kleine Flocke auf der Stirn, Lebendnummer NLD003200612441.

 

Auch Barry wurde an die selbe Frau per Schutzvertrag als Beisteller abgegeben. Barry ist alledings das einzige Pferd, welches durch die Besitzer selber in den neuen Stall gebracht wurde, was ihn am Ende jedoch auch nicht vor den dubiosen Machenschaften schützen konnte. Hier ist es allerdings interessant, dass er zu einem Offenstall in der Nähe der Stadt Fluterchen gebracht wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren dort noch ein weiteres braunes Pferd und ein Pony untergebracht. Da die Besitzer von Barry aus Norddeutschland kommen und sich mit den Übernehmern nur in der Nähe des Stalls getroffen haben und dann einfach hinterher fuhren, konnten wir leider immer noch nicht herausfinden, wo genau sich der Stall befindet. Da dies äußerst wichtig wäre bitten wir auch hier um sachdienliche Hinweise.

 

Bei Barry Nita liegt eine einseitige Stimmbandlähmung einhergehend mit einer Sauerstoffunterversorgung bei Belastung vor. Außerdem hat er einen Halswirbelsäulenschaden durch Headshaking. Es besteht akute Sturzgefahr und damit unter Umständen Lebensgefahr für den Reiter. Dies war den Übernehmern sehr wohl bekannt!!! Trotzdem wurde Barry noch im Januar wieder über die übliche Händlerin aus dem Kreis Aachen auf verschiedenen Internetplattformen als superliebes Familienpferd zum Kauf angeboten. Fest steht auch, dass das Pferd kurzzeitig in einem Stall in Holland nahe der deutschen Grenze gestanden hat. Alle Versuche, Barry zu finden sind leider bisher gescheitert. Auch in diesem Fall haben die Besitzer nun rechtliche Schritte gegen alle beteiligten Personen eingeleitet.

 

Der Fall Colina

 

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Die dunkelbraune Stute kommt ursprünglich aus Solingen. Auch sie wurde im November 2015 von ihrer Besitzerin aufgrund einer Anzeige bei ebay Kleinanziegen als Beisteller abgegeben und auch sie landete schlussendlich wieder in den Händen der Betrüger. Zunächst war ihr Verbleib völlig unklar, doch plötzlich tauchte sie bei unseren Recherchen als Verkaufspferd im Internet wieder auf. Wir informierten die Besitzerin und vereinbarten mit der Verkäuferin einen Termin zur Besichtigung. Colina wurde uns als voll reitbares Pferd zum Preis von 3100 € angeboten. Und das, obwohl sie nach einem Tunierunfall und anschließender OP Probleme auf der Hinterhand hat und zusätzlich aufgrund einer Problematik mit dem Kreuzdarmbein nicht mehr geritten werden sollte. Die Händlerin will natürlich von all dem nichts gewußt haben und nur mit Hilfe von Polizei und dem zuständigen Veterinäramt gelang es uns zunächst, Colina in Aachen festzusetzen, da sie ja per Strafanzeige gesucht wurde. Nach einigem Hin und Her ist Colina heute wieder glücklich Zuhause. Darüber freuen wir uns natürlich sehr…

 

Update!

 

Zwischenzeitlich hatte sich der südländische Lebensgefährte bei uns gemeldet und alle Vermutungen bestätigt. Die Dame hat laut ihm alle Pferde in der Absicht übernommen, sie umgehend dem betreffenden Händler zu geben. Angeblich soll sie pro Pferd rund 500 € erhalten haben. Er sprach von insgesamt 10 oder 11 Pferden, so dass es noch weitere Fälle geben muss, von denen wir bisher nichts wissen. Ein lukrativer Nebenverdienst auf Kosten von kranken Tieren! Die Aussagen liegen nachweislich vor, auch wenn er zwischenzeitlich versucht hat, diese wieder zurück zu nehmen.

 

Update II!

 

Wieder Pferde vermisst +++ Wo sind Amicella und Don Giovanni

 

Langsam nimmt die Geschichte rund um die verschwundenen Beistellpferde ein solch kriminelles Ausmaß an, dass selbst wir sprachlos sind!!! Gestern meldeten sich die Besitzer von Amicella und Don Giovanni und es war eigentlich schon nach drei Sätzen klar, dass auch diese beiden der Betrügerfamilie rund um die dickliche blonde Frau, dem ominösen Südländer und deren Kinder in die Hände gefallen sind. Klar ist auch, dass wieder die bereits bekannten Händler involviert sind. Das alles hat also mehr, als Methode! Wir fragen deshalb, wer die beiden Tiere seit September 2015 gesehen hat oder wem sie eventuell zum Kauf angeboten wurden?

 

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Name: Amicella 14
Rasse: Württemberger
Farbe: Braun
Geschlecht: Stute
Größe: ca. 1,63m
Alter: 10 Jahre (18.05.2006)
Lebensnummer: DE 473731009606
Abzeichen: schmale Blesse, vier weiße halbhohe Füße
Besondere Merkmale: blind auf dem linken Auge, Auge ist erhalten, jedoch etwas kleiner und ohne Wölbung.

 

 

 

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Don Giovanni
Name: Don Giovanni 84
Rasse: Hannoveraner
Farbe: Fuchs
Geschlecht: Wallach (im Pass als Hengst eingetragen)
Größe: ca. 1,68m
Alter: 16 Jahre (17.04.2000)
Lebensnummer: DE 431 311912100
Abzeichen: länglicher Stern, hinten rechts Fessel außen weiß

 

Die Pferde wurden von ihren Besitzern im September 2015 auf eine Weide in Seelbach/Westerwald (der genaue Standort ist uns inzwischen bekannt) gebracht und von dort aus als Reitpferde weiterveräußert. Und das obwohl bei Amicella ein Abbruch des Strahlbeins und bei Don Giovanni eine chronische Kniegelenkserkrankung vorlag. Beide Pferde waren und sind für die Nutzung als Reitpferd also nur ganz eingeschränkt geeignet. Auch in diesem Fall wollen die Besitzer alles daran setzen, ihre Pferde wieder nach Hause zu holen! Wir sind also einmal mehr auf Hinweise angwiesen, wo die beiden Tiere in der Zwischenzeit verblieben sind und wer sie evenuell gekauft hat. In diesem Fall liegt uns aussagekräftiges Videomaterial der Betrüger vor, was selbstverständlich zur Durchsetzung der rechtlichen Ansprüche der Besitzer genutzt wird. Allerdings hat die mutmaßliche Betrügerin diesmal den Vertrag unter dem Namen Marie Schmitz geschlossen und eine Adresse in Rupichteroth angegeben. Die tatsächlichen Namen und Daten sind uns aus den bisherigen Fällen ja hinlänglich bekannt!

 

Hinweise nehmen wir selbstverständlich vertraulich entgegen unter 0176-48262230.

Vielen Dank im Namen der Pferde!

 

Update III!
Diese Nachricht erreichte uns von einer überglücklichen Besitzerin!  17.02.2016

🌟Amicella gefunden😍❤🌟

Nadine Wolfs Foto.
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Original Post auf Facebook: https://www.facebook.com/nadine.wolf.127/posts/1282465345102564

 

 

 


William

Manchmal wirft einem das Schicksal Knüppel zwischen die Beine. Sind es nur kleine Äste, die da im Weg liegen, kann man sie beiseite räumen, den Kopf hoch nehmen und weitermachen wie bisher.

    Es gibt allerdings Widrigkeiten die man nicht mehr beherrschen kann. Dann sind es keine Knüppel mehr, sondern ganze Bäume die den weiteren Weg versperren.

Das Leben kann sehr schön sein, manchmal ist es das leider nicht und unglücklicherweise sind es nicht nur Menschen, sondern auch die Tiere, die unter solchen Situationen zu leiden haben. Als der 19 Jahre alte Wallach ‘William’ im Frühjahr zu uns kam hatte er zwar nur eine kurze Leidensphase hinter sich, aber sein Leben hätte bitter enden können. Seine Besitzerin war durch einen Unfall unverschuldet in große Not geraten. 

 Sie konnte sich um das Pferd nicht mehr kümmern, da sie selbst körperlich sehr beeinträchtigt war. Ein Ausreiten und die notwendige Pflege des Pferdes war nicht mehr möglich, die finanziellen Mittel waren durch den Unfall ebenfalls erschöpft. 

Auch waren die Umstände der Unterbringung für die Zukunft nicht mehr gesichert. Es gab kaum noch Alternativen für den friedlichen Wallach. Was also tun? 

William einschläfern lassen war undenkbar und zudem auch aus gutem Grund aus tierärztlicher Sicht verboten. 

   Also beschloss Romy Lang den Wallach in die GTG-Familie aufzunehmen, obwohl das Ziel des Vereines anders ausgerichtet ist. Mittlerweile fühlt er sich sehr wohl hier und genießt das was ihm zusteht: Seinen Ruhestand.